Mit zehn Schritten zur Smalltalk-Kompetenz

Sie möchten gern mühelos Kontakte knüpfen, eine freundliche Stimmung schaffen und gleichzeitig Ihren eigenen Wissensspeicher auffüllen? Prima! Entdecken wir gemeinsam die zehn Schritte zur Smalltalk-Kompetenz. Ich liefere Ihnen hier die wichtigsten Eckdaten für das kleine Gespräch; gleichzeitig möchte ich aber auch eine Lanze für den Smalltalk brechen. Sein schlechtes Image hat er zu Unrecht, denn belanglos und oberflächlich wird er nur, wenn wir ihn dazu machen. Wer aber mit einer positiven Einstellung und guter Laune ins Gespräch startet, macht bei der lockeren Plauderei so ganz nebenbei einen guten Eindruck.

Gehen Sie mit einer positiven Einstellung in den Smalltalk

Mit der richtigen inneren Haltung zu Beginn eines Gesprächs ist der erste Schritt in die entscheidende Richtung getan. Eine positive, freundliche und offene Einstellung ist eine wichtige Voraussetzung für Ihren persönlichen Erfolg. Mit gutgelaunten Menschen plaudert es sich doch auch viel angenehmer und entspannter. Übrigens sieht man Ihnen genau an, wenn Sie keine Lust auf Smalltalk haben. Unsere Körpersprache ist da wirklich ein gemeiner Verräter. Da kann es manchmal klüger sein, einfach zu Hause zu bleiben.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Smalltalk funktioniert mit einer guten Vorbereitung und der entsprechenden Übung sehr viel besser. Sie kennen doch sicher auch dieses unbehagliche Schweigen, wenn jeder grübelt, worüber er nun sprechen könnte. Dagegen hilft eine gute Vorbereitung. Menschen mit einer guten Allgemeinbildung sind da klar im Vorteil. Informieren Sie sich, was gerade auf der Welt, in Ihrer Stadt, Ihrem Umfeld so passiert. Das können Sportveranstaltungen, Kinofilme oder auch die Urlaubszeit sein. Aber Achtung: Es geht nur um die positiven Dinge; Krieg, Katastrophen oder Krisen haben hier keinen Platz. Reden Sie lieber über das, was Sie selbst spannend finden oder etwas was andere neugierig macht.

Sind Sie ein ‚Wackel-Dackel‘?

Ihr Körper redet im Gespräch mindestens so viel wie Sie. Wenden Sie sich Ihrem Gegenüber zu. Mit der passenden Mimik signalisieren Sie Interesse und mit einem ruhigen und sicheren Stand strahlen Sie Ruhe und Gelassenheit aus. Ihre Gesten unterstreichen Ihre Worte und auf Dominanzsignale verzichten Sie.

Halten Sie Blickkontakt

Anschauen heißt wahrnehmen. Auch mit dem Blickkontakt zeigen Sie Ihr Interesse. Trauen Sie sich ruhig, anderen Menschen mit den Augen zu begegnen. Sie werden dann offener und kommunikativer eingeschätzt. Übertreiben Sie es aber nicht, anstarren ist damit nicht gemeint.

Nehmen Sie Kontakt auf

Dazu gehört manchmal schon eine gehörige Portion Mut: Auf eine Gruppe in der man niemanden kennt zuzugehen. Nehmen Sie die Herausforderung an. Eine offene Haltung, ein freundliches Lächeln und ein Gruß sind Ihre Werkzeuge. Suchen Sie sich eine Gruppe, die offenen da steht und bauen Sie einen Augenkontakt zu einem Mitglied dieses Kreises auf. Stellen Sie sich dann dazu, grüßen und lächeln Sie und fragen dann, ob Sie ihnen Gesellschaft leisten dürfen.

Irgendwann im Laufe des Gesprächs sollten Sie sich namentlich vorstellen, manchmal passiert dies erst zum Ende. Dieser Zeitpunkt ist dann auch eine gute Gelegenheit, Visitenkarten zu tauschen.

Vermeiden Sie Klatsch und Tratsch

Es gibt viele Themen über die man sich unterhalten kann. Einige davon gelten als Tabu-Themen. Krankheit, Tod und Politik gehören dazu, aber auch Klatsch und Tratsch, Witze oder Anzüglichkeiten. Es ist keine gute Idee, Monologe halten. Smalltalk ist keine Diskussionsrunde, also fallen auch stark polarisierende Themen aus.

Ein gutes Thema spricht viele an und ist alltagstauglich und positiv. Zeigen Sie Interesse und stellen Sie Fragen; Neugier ist aber fehl am Platz. Am besten eignen sich solche Fragen, die Sie selbst auch beantworten würden.

Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner mit seinem Namen an

Der eigene Name gehört zu den Lieblings-Vokabeln vieler Menschen. Nutzen Sie dieses Wissen und sprechen Sie Ihre Gesprächspartner mit ihrem Namen an. Das geht auf jeden Fall bei der Begrüßung los, endet aber nicht mit der Verabschiedung. Im Verlauf des Gesprächs, besonders, wenn Sie die Aufmerksamkeit erhöhen möchten, kann er durchaus noch ein oder zweimal fallen. Häufiger aber bitte nicht, wir wollen ja keine Schleimspur hinterlassen.

Hören Sie zu

Zuhören bedeutet dem Anderen seine volle Aufmerksamkeit zu schenken, sich auf ihn zu konzentrieren und nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Zwischentöne zu achten.

Es lohnt sich, die Ohren (und das Hirn) auf Empfang zu schalten. Wir zeigen damit unsere Wertschätzung und lernen noch dabei. Wir erfahren viel über unseren Gesprächspartner, seine Vorlieben und Abneigungen, seine Erwartungen, seine Sichtweise und nicht zuletzt auch einiges über seine Stimmung. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Hören Sie genau hin, wie klingt die Stimme? Gestresst, entspannt, fröhlich oder gelangweilt und stellen Sie sich darauf ein. Das bedeutet allerdings viel mehr als nur aufmerksames Zuhören.

Die hohe Kunst des Zuhörens ist das einfühlende Zuhören mit der Absicht, den Anderen wirklich verstehen zu wollen. Sich also in seine Gedankenwelt einzufühlen und zu erspüren, was ihn gerade beschäftigt. Das wird uns bestimmt nicht immer gelingen – sollte uns aber wenigsten bei Menschen, die uns nahe sind, zur Gewohnheit werden. Dabei ist es eine Herausforderung, nicht gleich zu werten oder mit den eigenen Erfahrungen aufzuwarten.

Auf Wiedersehen – Das Gespräch aktiv beenden

Jeder Smalltalk hat einmal ein Ende. Dieses kleine Gespräch ist ja auch nicht als abendfüllende Maßnahme gedacht. Vielmehr sollen Sie mit möglichst vielen Menschen Kontakte pflegen und sich angenehm unterhalten. Beenden Sie eine Plauderei also ruhig aktiv, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen so langsam der Gesprächsstoff ausgeht. Das geht ganz leicht! Erklären Sie kurz, das Sie jetzt noch andere Bekannte begrüßen möchten, verabschieden sich freundlich und bedanken Sie sich.

Bei Interesse an einem weiterem Kontakt überreichen Sie Ihre Visitenkarte. Verlassen Sie das Gespräch immer mit positiven Worten.

Net(t)-working

Small Talk ist auch eine hervorragende Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und sich ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Das ist im beruflichen Bereich oft wichtiger als fachliche Kenntnisse, die werden ja häufig schon als selbstverständlich voraus gesetzt.

Allerdings lebt das kleine Geplauder von vielen unterschiedlichen Gesprächspartnern. Klammern Sie sich nicht an eine Person. Verabschieden Sie sich kurz und zwanglos und suchen Sie neue nette und interessante Menschen, mit denen Sie sich unterhalten können.

Gehen Sie auf andere zu, zeigen Sie, wie sympathisch und interessant Sie sind.

 

Es ist wirklich fast wie das Erlernen einer Fremdsprache; je mehr wir uns damit beschäftigen, desto besser klappt es auch. Starten Sie Ihren Weg zur Smalltalk-Kompetenz. Nehmen Sie sich einfach vor, an jedem Tag mindestens dreimal einen freundlichen kleinen Plausch ‚anzuzetteln‘.

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