FAKTENCHECK IMAGE

Ein Image haben Sie, ob Sie wollen oder nicht!

Image, Wirkung, Reputation – alles Bezeichnungen für die Wahrnehmung eines Menschen, die immer! subjektiv ist und aus den unterschiedlichsten Faktoren besteht.

Auftreten und Äußeres sind die Schlagworte, die zuerst fallen. Aber es gehört noch so viel mehr dazu.

 

Die Scanner-Funktion

Ja, wir schätzen unser Gegenüber innerhalb weniger Zehntelsekunden ein – und zwar meist mit Hilfe der Optik. Wir machen uns also im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild.

Unser Gehirn scannt mit Hilfe des Auges wie mit einer Kamera die Botschaften des Bildes ein und speichert diese Informationen. Dieser Vorgang dient der Arterhaltung.

Erst einmal wird nur entschieden, ob es sich um Freund oder Feind handelt, dann ob ein Signal in Richtung Fortpflanzung gegeben wurde.

Ist der Arterhaltungstrieb bedient, geht es ans Differenzieren. Wir schauen genauer hin, machen einen

 

Screen-Shot

 

Welche optischen Signale werden uns geboten?

 

Wie hört sich der Mensch an?

 

Wie bewegt er sich?

 

Gefällt uns sein spezifische Geruch?

 

Wie sind die Kommunikationswege?

 

Zu welcher sozialen Gruppe gehört er?

 

Was ist mit den Charaktereigenschaften?

 

Welches Temperament hat er?

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich unser Unterbewusstsein, während wir lockeren Small Talk betreiben.

Ob wir jemanden als charmant und selbstbewusst, bieder und zurückhaltend oder intelligent und erfolgreich einschätzen, hängt davon ab, wie er sich uns präsentiert.

Selbstverständlich läuft dieses Programm auch in unserem Gegenüber ab.

Ein Image haben Sie, ob Sie wollen oder nicht – ist es da nicht besser, Sie bestimmen, wie es aussehen soll?

Denn unser persönlicher Erfolg hängt in hohem Maß davon ab, wie wir von Anderen wahrgenommen werden.

 

Programmvielfalt

Im Laufe eines Tages gibt es eine Menge Rollen, die wir ausfüllen sollen:

 

Mitarbeiter oder Chef

 

Lebensgefährte

 

Sohn oder Tochter

 

Elternteil

 

Kollege oder

 

Netzwerkpartner

Jede dieser Rollen hat ihr eigenes Image. Ihr Lebenspartner hat ein anderes Bild von Ihnen als Ihre Kollegen.

Auf Vorgesetzte möchten Sie souverän und professionell wirken, der Freundeskreis soll Sie als locker, humorvoll und cool wahrnehmen und Ihren Kindern möchten Sie ein Vorbild sein.

 

„Das geht schon irgendwie“, wird jetzt so mancher denken. Und das ist bestimmt nicht ganz verkehrt.

Wer sich aber bewusst und reflektiert mit seiner jeweiligen Rolle und dem passenden Image beschäftigt wird gleich ‚richtig’ eingeschätzt und muss nicht erst langwierige Umwege in Kauf nehmen. Gleich in der passenden Schublade zu landen macht unser Leben eindeutig leichter.

 

Analyse-Tools

Lassen uns doch mal gemeinsam überlegen, was alles zu Ihrer ‚Markenbildung‘ beiträgt.

Ein paar Dinge sind schwer oder gar nicht zu beeinflussen: Wir haben nur einen geringen Einfluss auf Geschlecht, Körpergröße, Alter oder Körperform.

Kleidung, Stil, Körpersprache und Stimme hingegen sind genau so zu verändern wie Umgangsformen, Statussymbole oder Accessoires.

Es macht also Sinn, sich gut zu überlegen, ob Sie in allen Bereichen so gesehen werden, wie es Ihren Wünschen und Zielen entspricht.

Dabei geht es nicht darum, anderen etwas vorzuspielen, was nicht vorhanden ist. Glaubwürdig und authentisch Selbstbewusstsein auszustrahlen und Ihre positiven Eigenschaften in den Vordergrund zu stellen – das ist wichtig!

 

Daten-Check

Wir Menschen sind zu einem großen Teil optisch orientiert. Deshalb sind die angemessene Kleidung, die richtige Farbwahl und der authentische Stil wichtige Werkzeuge auf dem Weg zum passenden Image.

Kommen dann noch offene Körpersprache, höfliches, freundliches und wertschätzendes Verhalten dazu, können wir schon reichlich Sympathiepunkte einsammeln.

Wie Sie Ihr Daten-Check aus? Machen Sie doch mal eine ehrliche Bestandsaufnahme!

 

–        Unterstreicht meine Kleidung meine körperlichen Vorzüge?

 

–        Habe ich für jeden Anlass die passende Garderobe?

 

–        Wie sieht mein persönlicher Stil aus?

 

–        Wie gut kenne ich die gesellschaftlichen Spielregeln?

 

–        Passen Haltung, Mimik und Gestik zu mir?

 

–        Bieten ich oft genug Blickkontakt an?

 

–        Passt meine Wortwahl zu meinem Umfeld?

Diese Liste kann nur eine Anregung sein, sie lässt sich unendlich fortsetzen.

 

Übrigens ist Image keine Frage des Geldes! Mit Überlegung und etwas gesundem Menschenverstand kann jeder sein Image optimieren. Es kommt eben mehr auf das ‚Wie‘ an. Und genau das kann man trainieren.

Zum Abschluss habe ich noch zwei Beispiele für Sie, die auch imagebildend sind und zeigen, dass es nicht nur um Äußerlichkeiten geht.

 

Me-Too – Übergriffiges Verhalten

Man könnte auch mangelnde Zurückhaltung dazu sagen, und die läuft meist nonverbal ab. Jemandem zu nahekommen, unangebrachte Berührungen, kumpelhaftes Verhalten – um nur einige Beispiele zu nennen. Eine erzwungene Umarmung gehört ebenso dazu, wie ungefragt gute Ratschläge zu geben. Übrigens fällt die Missachtung der Hierarchie-Ebenen ebenfalls in diese Kategorie.

 

Territoriale Ansprüche

Wir alle haben Sie – und reagieren verschnupft bis nervös, wenn sie nicht respektiert werden. Was in der Weltpolitik im Großen geschieht, ist auch für das zwischenmenschliche Miteinander bedeutend.

Wo liegt nun Ihr persönliches Hoheitsgebiet? Im Job ist das der Arbeitsplatz, im Straßenverkehr Ihr Auto oder der Sitzplatz im Bus und zu Hause Ihr ‚Stammplatz‘.

An diesen Orten bestimmen Sie was passieren soll und reagieren ärgerlich – allerdings oft nur unbewusst – wenn diese Grenzen überschritten werden.

Ein Beispiel macht es vielleicht anschaulich:

Ein Kollege betritt Ihr Büro und legt seine Unterlagen auf Ihrem Schreibtisch ab. Seine Maske hat er unter der Nase hängen. Er schnappt sich Ihre Computer-Maus und verlässt das Programm, an dem Sie gerade arbeiten, um Ihnen den neuesten Clip auf YouTube zu zeigen. Nebenbei bedient er sich noch bei den Nüssen, die in einer Schale auf dem Tisch stehen.

Mindestens fünf Grenzüberschreitungen in drei Minuten.

 

Sie merken, ein kleiner Artikel kann dieses umfangreiche Thema nur anreißen. Trotzdem haben Sie hoffentlich ein paar Anregungen mitnehmen können.

 

Der Designer Calvin Klein sagt über dieses Thema: „Das Wichtigste ist das Image und das ist schwerer zu kreieren als eine Kollektion“.

Einen Wegweiser habe ich für Sie schon mal aufgestellt. 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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