Die Sprache der Gewinner

Kennen Sie das auch? Sie telefonieren mit einer Person und sofort entsteht in Ihnen ein Bild davon, wie dieser Mensch aussehen könnte. Die meisten Menschen entwickeln ziemlich schnell eine Vorstellung von ihrem Gesprächspartner und sind bei einer persönlichen Begegnung manchmal überrascht, dass dieser dem Bild gar nicht entspricht.

Unsere Sprache spielt in unserer Wirkung auf andere eine große Rolle. Wir haben aber eine Menge Variationsmöglichkeiten, um unser Anliegen zu kommunizieren.

Lassen Sie uns doch einfach mal schauen, mit welchen Mitteln wir auf die sprachliche Gewinnerstraße kommen.

Der Ton macht die Musik

Ob wir aufgeregt, ärgerlich, unsicher oder gelangweilt sind hört man sofort. Unsere Stimmung und unsere Einstellung Situationen und Menschen gegenüber hört man unserer Stimme sofort an. Erfolgreiche Menschen achten also auf einen zumindest freundlichen Tonfall, der Wertschätzung und Anteilnahme ausdrückt. In Krisensituationen bleibt ihre Tonlage gelassen und sachlich; manchmal klingen sie etwas distanziert, unfreundlich nie.

Zauberwörter benutzen

Heute soll ja alles schnell gehen, deshalb werden manchmal einfach Worte eingespart. Sicher, es gibt Menschen, ich nenne sie heimlich ‚Labertaschen‘, da würde man es sich wünschen, wenn sie in diesem Bereich einen Hang zur Sparsamkeit entwickeln würden… Worauf ich in diesem Zusammenhang aber hinaus will, sind so kleine Worte wie Bitte und Danke. Ein freundlicher Gruß gehört genauso dazu, wie das Wörtchen ‚Entschuldigung‘ wenn man jemanden unterbricht.

Was haben Sie gesagt?

Natürlich wollen wir auch verstanden werden, inhaltlich genauso, wie akustisch.

Laut oder leise macht einen großen Unterschied in der Wirkung. Zu laut kann dominant, zu leise unsicher wirken. Hier ist der goldene Mittelweg sicher eine gute Wahl, was nicht heißt, dass man das eine oder andere nicht auch als Stilmittel sehr wirksam einsetzen kann.

Auch das Tempo soll passen; zum Zuhörer genauso, wie zu Ihrem Typ.

Der Wert einer Pause ist übrigens nicht zu unterschätzen.

Gönnen Sie Ihren Gesprächspartnern eine deutliche Aussprache. Nuscheln ist also tabu, es sei denn, Sie heißen Till Schweiger und haben genau das zu Ihrem Markenzeichen gemacht.

Wenn Sie jetzt noch auf Monotonie verzichten und mit der Stimme mal nach oben und dann auch wieder nach unten gehen, je nach Inhalt Ihrer Worte, haben Sie alles richtig gemacht.

Die Sprachfärbung, also der Dialekt, gehört zu einem Menschen dazu. Je nach Umfeld kann es aber passender sein, hochdeutsch zu sprechen. Egal wie ausgeprägt Ihr Dialekt ist: Sie müssen verstanden werden.

Ein Mann ein Wort – eine Frau ein Wörterbuch

Gleichgültig ob Mann oder Frau, ein wichtiger Bestandteil der Unterhaltung ist die Wahl der Worte. Da gibt es ja viele Möglichkeiten: Fachsprache, Hochsprache, Umgangssprache, Jugendsprache…

Fangen wir einmal mit der Grammatik an. Wir wünschen uns den Dativ genauso wie den Akkusativ, als und wie an der richtigen Stelle und möglichst auch alles andere am korrekten Platz. Wir reden in ganzen Sätzen und benutzen nur Fremdwörter, deren Bedeutung wir kennen.

Unsere Sprachebene verrät schon so einiges über uns. Wir geben preis, ob wir eher im Gestern oder im Heute unterwegs sind und wir zeigen, ob wir eher positiv oder negativ gestimmt sind. Auch welcher Sinneskanal im Vordergrund steht kann man an der Wortwahl erkennen.

Verzichten sollten wir auf Floskeln und Sprachmarotten, das sind inflationär gebraucht Worte, wie beispielsweise: total, und so weiter, wie schon gesagt, sozusagen… Eine übertriebene Selbstdarstellung macht uns auch nicht unbedingt sympathischer.

Zu Reden ist uns ein Bedürfnis …

… zuzuhören eine Kunst, sagte schon Johann Wolfgang von Goethe.

Gute Zuhörer sind wirklich Künstler. Sie schaffen es, sich ganz auf den Redner zu konzentrieren und benutzen ihn nicht als Stichwortgeber für die eigenen Gedanken. Erfolgreiche Menschen kultivieren diese Fähigkeit und reduzieren das Unterbrechen auf ein Minimum.

Mit dem Thema Zuhören beschäftigt sich übrigens auch mein Benimmtipp Nr. 101. Wer ihn nicht kennt, findet ihn hier mit diesem Link.

Nun habe ich Ihnen fünf Wege gezeigt, mit denen Sie sich so positionieren können, wie es für Sie richtig und wichtig ist.

Wir führen täglich eine ganze Menge Gespräche. Das beginnt mit der Unterhaltung mit der Familie und den Kollegen und geht mit Kundengesprächen weiter. Die Gespräche mit Vorgesetzen gehören genauso dazu, wie die Plauderei mit Freunden. Für alle gilt: Wer diese Werkzeuge der kennt und anwendet, wird schnell zum begehrten Gesprächspartner.

Nutzen Sie diese einfachen Methoden und freuen Sie sich über Ihren Erfolg.

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