15 Sep Lust auf Party

7 Tipps mit denen Sie Ihre Gäste glücklich machen

Die Zeit der großen Gesellschaften, Diners und Bälle ist inzwischen Vergangenheit; einmal abgesehen von den immer opulenter gefeierten Hochzeiten. Heute geht es oft eher zwanglos und entspannt zu. Zum rustikale Grillabend unter Freunden bringt jeder etwas zu Essen mit und bietet auch seine Unterstützung beim Würstchen wenden oder Bowle einschenken an. Das ist völlig in Ordnung. Es gibt aber ein paar Dinge, die dürfen Gäste einfach von ihren Gastgebern erwarten:

 

Gute Planung ist die halbe Miete

Überlegen Sie vor einer Einladung, wie Sie Ihre Gäste glücklich machen wollen. Soll es ein festliches Menü geben oder eine deftige Brotzeit? Laden Sie zum Spieleabend oder zur Cocktailparty ein? Vielleicht soll es auch nur ein zwangloses Beisammensein mit einem Glas Wein sein?

Machen Sie kein Geheimnis daraus. Ihre Gäste sollten wissen, was sie erwartet. Dann kommt (hoffentlich) auch niemand hungrig, unpassend gekleidet oder mit falschen Erwartungen.

Übrigens: Sie bestimmen die Regeln, also sagen Sie auch, wann es los geht und wer kommen darf.

 

Herzlich Willkommen

Ding Dong, es klingelt – die ersten Gäste stehen vor der Tür. Nach all der Vorbereitung und Planung geht es nun wirklich los. Begrüßen Sie die Ankömmlinge freundlich und gutgelaunt. Schütteln Sie Hände, nehmen Sie Jacken und Mäntel entgegen und freuen Sie sich über Blumen, Wein oder andere Mitbringsel.

Achtung: Schuhe gehören zum Outfit. Muten Sie Ihren Gästen nicht zu, den Abend auf Strümpfen oder schlimmer noch, in ‚Besucher-Hausschuhen‘ zu verbringen. Natürlich sollen Ihre Gäste nicht in verdreckten Wanderstiefeln erscheinen und auch im interkulturellen Bereich gibt es hier Ausnahmen.

 

Kennst Du Tante Inge schon?

Oft kennen sich nicht alle Gäste untereinander. Sie als Organisator werden wissen, wer wen kennt oder nicht. Nehmen Sie Ihre Vorstell-Aufgabe ernst und sorgen Sie für eine gute Vernetzung, indem Sie alle miteinander bekannt machen. Ohne großes Zeremoniell aber mit kleinen Hinweisen zu den Einzelnen. Das erleichtert den Smalltalk ungemein.

 

Bitte nehmen Sie Platz

Höfliche Gäste setzen sich erst, wenn ihnen ein Platz angeboten wird. Wenn also alle immer noch stehen und von einem Bein aufs andere treten, ist es höchste Zeit, zum Platz nehmen aufzufordern. Das kann ganz zwanglos sein: ‚Bitte nehmt doch einfach Platz‘, oder bewusst zelebriert werden: ‚Tante Inge möchtest Du dort drüben sitzen? Und Onkel Karl vielleicht rechts daneben?…‘ Sie richten sich in diesem Fall sicher nach dem Rahmen und den Gästen. Vielleicht haben Sie sich auch schon vorher Gedanken über eine Tischordnung gemacht und schöne Tischkarten aufgestellt. Dann werden Sie hoffentlich darauf geachtet haben, dass alle Gäste sich mit ihren Sitznachbarn gut unterhalten können. Das ist keine leichte Aufgabe.

 

Essen & Trinken

Sorgen Sie für Ihre Gäste. Ein Getränk ist das mindeste, was Sie anbieten sollten. Kaffee, Tee, Wasser oder Saft sind ja heute so ziemlich in jedem Haushalt vorhanden.

Um den Arbeitsaufwand und die Kosten zu reduzieren kann es durchaus sein, dass die Gäste gebeten werden etwas zur Verpflegung beizutragen. Es ist völlig in Ordnung, wenn die Gastgeber die Räumlichkeiten und eine Grundauswahl an Getränken bereitstellen und der Rest von den Gästen mitgebracht wird. Daraus ergibt sich oft eine gute Mischung und es entsteht eine zwanglose Atmosphäre, wenn sich alle am Buffet in der Küche treffen, die unterschiedlichen Gerichte probieren und vielleicht sogar Rezepte austauschen. Besonders schön finde ich es aber, wenn ich als Gast merke, wie liebevoll und engagiert über Speisen- und Getränkewahl nachgedacht wurde. Großzügigkeit ist eine Tugend die gerade gute Gastgeber auszeichnet.

 

Showtime

Nicht nur die Rahmenbedingungen müssen stimmen, eine viel entscheidendere Rolle beim Gelingen einer Party spielt das Unterhaltungsprogramm. Natürlich sollen Sie nicht irgendwelche Show-Größen engagieren oder einen Magier bestellen der für Unterhaltung sorgt. Ich meine vielmehr Ihre Fähigkeit für angenehme Gespräche zu sorgen, Verbindungen zu schaffen, die Atmosphäre zu steuern.

Nach meiner Erfahrung ist es hilfreich, sich vorher schon ein paar Themen zu überlegen die für alle interessant sind. Wenn es dann die gefürchteten Gesprächspausen gibt, zaubern Sie einfach ein neues Thema aus dem Hut. Das sollte möglichst viele interessieren und unbedingt positiv daher kommen. Politik, Krankheit oder Religion lassen die Stimmung ganz schnell kippen.

Auch kleine Partyspiele können durchaus passend sein und Spaß machen. Da kommt eben auf den Gästekreis und den Charakter der Feier an. Bedenken Sie aber bitte, dass nicht jeder ein Fan solcher Aktionen ist. Vermeiden Sie Peinlichkeiten; der Einzige, den Sie bloßstellen dürfen sind Sie selbst.

 

Adieu, Bye Bye, Tschüss

Irgendwann ist auch das schönste Fest vorüber und die Gäste treten den Heimweg an. Bevor es jetzt ans Aufräumen geht, steht erst einmal die Verabschiedung an. Bei sehr anhänglichen Gästen dürfen Sie durchaus ‚die letzte Runde‘ einläuten. Das ist souveräner und erfolgversprechender als dezent zu gähnen oder besorgt auf die Uhr zu schauen. Bitten Sie um Verständnis und sagen Sie einfach höflich, dass dieser schöne Abend nun ein Ende hat.

Begleiten Sie die Gäste zur Tür, schütteln Sie Hände und bedanken Sie sich für den Besuch.

 

Mit diesen sieben Tipps sind Sie nun gut gerüstet und etablieren sich vielleicht sogar als die ultimative Gastgeberin oder der herausragende Gastgeber, dessen Feste legendär sind.

Anlass einen Text zu diesem Thema zu schreiben war übrigens ein Artikel aus der ‚Welt‘ von Julia Hackober in dem der Verlust von Gastgeberfähigkeiten beklagt wurde. Ich habe zum Glück ähnliches noch nicht erlebt.

 

Wenn Sie noch mehr über Gastgeber von mir erfahren möchten, erinnere ich Sie an meinen Blogbeitrag vom Juli Gastgebervarianten.

Und wenn Sie als Gast eingeladen sind, erfahren Sie hier, was es alles zu bedenken gibt.

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