05 Sep Gewinner oder Verlierer im Meeting?

Beim SpielenWann haben Sie zuletzt Mensch ärgere dich nicht gespielt? Ja, genau, ich meine dieses lustige Brettspiel bei dem man kurz vor dem Ziel wieder von vorn beginnen darf, nur weil der Nachbar eine ‚sechs‘ gewürfelt hat. Ein Spiel bei dem man sich prächtig ärgern kann, bei dem aber auch das Glück eine Rolle spielt.

Sie fragen sich jetzt bestimmt was ein Meeting und ein Gesellschaftsspiel gemeinsam haben.

Mehr als Sie zunächst denken.

Ärgern kann man sich auf beiden Spielfeldern. strategisch vorgehen genauso, na ja und manchmal ist einfach nur Glück im Spiel.

Okay, das mit dem Glück können wir schwer beeinflussen, aber ein bisschen Strategie, das kriegen wir hin.

Schauen wir uns doch mal gemeinsam an, was ein Meeting-Gewinner richtigmacht:

Darauf ist Verlass

Die Gewinnerstraße ist mit Verlässlichkeit gepflastert. Sie werden also darauf achten pünktlich zu sein. Profis kommen nicht auf den letzten Drücker, sondern nutzen die fünf Minuten bis zum Beginn für die Pflege des beruflichen Netzwerks. Ihr gutes Zeitmanagement sorgt auch dafür, dass Sie sich entspannt einen Platz suchen können (Hierarchie-Ebenen beachten), so müssen Sie nicht den letzten freien Stuhl nehmen, auf dem kein anderer sitzen will.

Ein gewisses Maß an Vorbereitung erleichtert und verkürzt ein Meeting für alle Beteiligten. Machen Sie sich mit der Agenda vertraut und überlegen Sie sich vorher, welche Fragen geklärt werden müssen und an welcher Stelle diese Fragen sinnvoll sind. Halten Sie sich auch dabei an die Zeitvorgaben.

Etwas Knigge muss sein

Natürlich werden Sie Ihre Kollegen freundlich begrüßen. Dabei denken Sie daran, dass die ranghöhere Person entscheidet, ob ein Händedruck stattfindet. Unter Umständen bleibt es einfach beim Grüßen. Sie stehen zur Begrüßung auf und denken an den Augenkontakt und das freundliche Lächeln. Nehmen externe Personen an der Besprechung teil, stellen Sie sich mit vollem Namen vor, es sei denn Sie werden bekannt gemacht.

Sprache ohne Worte

Die Welt umarmenKörpersprache kann Bände sprechen. Im Meeting wird außer Ihrer Mimik (interessiert, gelangweilt, genervt, gespannt…) vor allem die Sitzhaltung wahrgenommen. Lümmeln und ausruhen ist selbstverständlich verboten.

Wie sieht es denn bei Ihnen mit den typischen Verlegenheitsgesten aus? Spielen mit dem Stift, ans Ohr fassen eine Haarsträhne zwirbeln … Ihnen fällt bestimmt noch mehr ein. Diese kleinen unbewussten Bewegungen tragen zu Ihrem Image bei. Vielleicht bitten Sie einen vertrauten Kollegen mal um ein Feedback?

Was haben Sie gesagt?

Unser Hauptwerkzeug bei einer Besprechung ist naturgemäß die Sprache. Ihnen wird völlig klar sein, dass Sie die Sprechregeln beachten sollten:zuhören

  • Zuhören
  • Ausreden lassen
  • Angemessene Lautstärke und Tempo
  • Klar und deutlich reden
  • Passende Worte wählen
  • Keine Privatunterhaltung

Darüber hinaus achten Sie als Gewinner im Meeting genau darauf beim Thema zu bleiben. Sie kommen schnell auf den Punkt und verzichten auf Wiederholungen der Worte Ihres Vorredners. Es ist klug Wichtiges frühzeitig anzumerken. Manchmal ist auch ‚strategisches Unterbrechen‘ erlaubt – selbstverständlich höflich und respektvoll. Auf Kommentare oder Anmerkungen sollten Sie komplett verzichten, es sei denn sie sind zielführend.

Picknick im Konferenzraum

PicknickplatzWenn Menschen zu einer Besprechung zusammen kommen wird in der Regel auch für Getränke gesorgt sein. Wer sich darum kümmert interessiert uns jetzt erstmal nicht. Wir gehen hier einfach davon aus, dass Tagungsgetränke vorhanden sind. Normalerweise dürfen Sie sich hier frei bedienen. Sind Sie als Gast in einem fremden Unternehmen oder neu in einer Runde warten Sie lieber ab, bis jemand Ihnen etwas anbietet. Ihren persönlichen Lieblingskaffeebecher lassen Sie besser im Büro, benutzen Sie das eingedeckte Geschirr. Übrigens trinken Sie bei diesen Gelegenheiten aus dem Glas und nicht aus der (mitgebrachten) Wasserflasche.

Die beliebten Meetingkekse sind natürlich zum Verzehr gedacht, um Ihren Hunger zu stillen sind sie aber nicht da. Apropos Hunger: Jede Art von Brotzeit ist bei einer Besprechung deplatziert, es sei denn es handelt sich ausgesprochenes um ein Frühstück- oder Lunch-Meeting. Das Essgeräusche tabu sind brauche ich Ihnen ja nicht zu sagen.

Bitte nicht störenBitte nicht stören

Manche Menschen reservieren Ihren Platz gleich nach der Ankunft im Besprechungsraum schon mal dem Mobiltelefon. Und das bleibt dort auch während des Meetings liegen. Zwischendurch werden dann Mails gecheckt oder Nachrichten versandt, manchmal sogar Gespräche angenommen. Als Gewinner lassen Sie Ihr Telefon (stumm gestellt) in der Tasche. So können Sie ohne Ablenkung zuhören und stören niemanden.

Wie du kommst gegangen …

So wirst du auch empfangen, sagt ein altes Sprichwort. Gerade in Besprechungen wird ein angemessener Dresscode erwartet. Das wird je nach Unternehmen variieren und vielleicht auch davon abhängen, ob externe Teilnehmer mit von der Partie sind. Ihre professionelle Wirkung wird durch die angemessene Kleidung unterstützt.

Liebe Herren: „Warten Sie bitte mit dem Ablegen Ihres Sakkos bis die ranghöchste Person dieses Signal gibt. Wir Damen haben wieder einmal viel mehr Spielraum, für uns gibt es in dieser Hinsicht keine Vorgaben.

 

Das sind meine sieben ‚Gewinner-Tipps für ein erfolgreiches Meeting.

Als kleines Extra habe ich Ihnen noch ein paar Vorstell-Regeln für das Meeting hier klicken zusammengestellt. Damit sind Sie dann wirklich rundum versorgt und dem nächsten ‚Gewinner-Meeting‘ steht nichts mehr im Wege.

Viel Erfolg

 

Ihre Marlies Smits

No Comments

Post A Comment