18 Apr BÜRO-KNIGGE – 30 ‚NO-GOS‘ IM BÜRO, Teil 2

16.     Spaßbremse sein

Wir verbringen einen Großteil des Tages mit unseren Kollegen. Da ist es doch ganz klar, dass mal über mehr als nur das Berufliche gesprochen wird. Vertrauen und Offenheit entstehen viel leichter, wenn auch mal ein privates Wort gewechselt wird. Vielleicht beim Feierabendbier in der Kneipe nebenan, auf der After-Work-Party oder beim Geburtstagsumtrunk am Arbeitsplatz. So bauen Sie sich Ihre Reputation auf und schaffen sich ein Netzwerk.

17.     Rangfolgen ignorieren

Das kann ins Auge gehen. Wer im beruflichen Kontext Hierarchie-Ebenen verletzt katapultiert sich schnell ins Abseits. Besonders kritisch wird es, wenn das auch noch im Beisein von Kunden passiert.

Also: Der Chef ist wichtiger als die Dame oder der ältere Kollege, jedenfalls im Job. Das gilt auch für Unternehmen mit bewusst flachen Hierarchien.

18.     Labertasche sein

Leuten eine ‚Blase ans Ohr‘ zu quatschen ist nicht nur unhöflich, es kann auch einsam machen. Vertagen Sie Ihr Mitteilungsbedürfnis besser auf die Mittagspause und erinnern sich bei an die 50:50 Regel: In einen privaten Gespräch hat jeder das Recht auf die gleiche Redezeit.

19.     Raucherpausen ausdehnen

Inzwischen sind sie deutlich in der Minderzahl und fallen deshalb besonders auf: Die Raucher. Lassen Sie Ihre Kollegen nicht unter Ihrem Laster leiden, weder was den Zeitfaktor betrifft, noch in Sachen Geruchsbelästigung. Kleiner Tipp: Ein kurzer Umweg zum Händewaschen reduziert den Geruch schon ganz gut.

20.     Nagelpflege und Co.

‚Wenn du denkst du bist allein, mache dir die Nägel rein‘ Kennen Sie diesen Spruch aus Großmutters Nähkästen? Ob Sie es glauben oder nicht, dieser Rat gilt immer noch. Ihre persönlichen Pflegerituale gehören einfach nicht an den Arbeitsplatz. Weder Nagelpflege, noch Haarentfernung, noch Pickel ausdrücken sollten in der Öffentlichkeit stattfinden. Gegen eine kleine Make-up-Auffrischung im Waschraum ist natürlich nichts einzuwenden.

21.     Nicht anklopfen

Früher musste man auf ein ‚Herein‘ warten. Das ist heute nicht mehr so. Heute gilt: Steht eine Tür offen, dürfen Sie eintreten, ist sie geschlossen klopfen Sie kurz an, treten ein und fragen, ob Sie kurz stören dürfen. Im öffentlichen Raum wird nicht mehr angeklopft. (Wartezimmer o.ä.)

22.     Anderen ins Wort fallen

Das gehört zu den No-Gos, die man vor allem in Meetings beobachten kann. Lassen wir doch unsere Gesprächspartner ausreden und bringen dann unsere Argumente vor. Meist sind es aber ja die anderen die uns nicht ausreden lassen. „Lassen Sie mich bitte ausreden“ ist dann der richtige Text.

23.     Toiletten-Regeln missachten

Zum Thema Toilette gibt es eine Menge zu sagen. Die grundsätzlichen Dinge wie Sauberkeit, Hände waschen, Toilettenbürste benutzen usw. lasse ich hier mal aus. Unterhaltungen von Kabine zu Kabine sollten tabu sein. Begrüßungen finden auf einem anderen Terrain statt, hier wird lediglich kurz gegrüßt. Mahlzeit ist hier übrigens keine adäquate Grußformel, die nutzen Sie, wenn überhaupt, nur in der Kantine/beim Essen.

24.     Keine Distanzzonen einhalten

Wir alle haben ein Recht auf unser persönliches Territorium. Stellen Sie sich vor sie stehen in einem großen Hula-Hopp-Reifen. Alles was innerhalb dieses Reifens ist gehört zu Ihrer Intimzone, in der niemand etwas verloren hat, es sei denn Sie haben ihn dazu eingeladen. Respektieren Sie diesen Bereich bei Ihren Mitmenschen und verzichten Sie auf Übergriffe. Das gilt auch für den Arbeitsplatz. Dort Dinge ‚auszuleihen‘ oder abzulegen geht nur mit Erlaubnis.

25.  Laut Musik hören

Musik im Büro ist ein kritischer Punkt. Zu viele Geschmäcker prallen aufeinander und auch das Bedürfnis nach Stille ist unterschiedlich ausgeprägt. Wer mit Musik besser arbeiten kann benutzt deshalb Kopfhörer. Vorsicht: Laut mitsingen kann zu Irritationen führen.

26.  Als Energie-Vampir arbeiten

Sie wissen nicht was das ist? Das sind Leute, die grundsätzlich anderer Meinung sind und das Arbeitsklima stören. Sie nörgeln ständig, oder haben schlechte Laune. Ihr Gegenüber brauchen nur zur Selbstbestätigung, anderen schenken Sie null Aufmerksamkeit. Das sind pure Energie-Räuber.

27.  Ungefragt Duzen

Du oder Sie im Beruf; manchmal eine problematische Frage. Eine einfache Antwort gefällig? Lieber abwarten, als vorpreschen und vor allem die Rangfolgen beachten. Der Chef und die langjährigen Kollegen haben da das Entscheidungsrecht. Ein unangebrachtes Du kann durchaus abgelehnt werden – natürlich respektvoll und wertschätzend.

28.  Dresscodes umgehen

Kleider machen Leute, auch im Büro. Verwechseln Sie den Arbeitsplatz also nicht mit der Muckibude oder der Großraum-Disco. Angemessen, gepflegt und zum Stil des Unternehmens passend so soll es sein. Verwirren Sie also nicht mit einem Mega-Ausschnitt, provozieren Sie nicht mit Motto-Shirts und denken Sie daran, dass Ihre professionelle Wirkung eng mit der Kleiderwahl verknüpft ist.

29.  Fehlende Entschuldigung

Wenn Sie für ein Missgeschick verantwortlich sind, ist eine Entschuldigung fällig. Punkt. Heraus reden im Sinne von „Ja, aber …“ gilt nicht. Beweisen Sie Größe und bitten Sie um Verzeihung, denn eigentlich kann sich ja nicht selbst ‚entschuldigen‘

30.  Schlechte Tischmanieren

Innerhalb eines Acht-Stunden-Tages werden Sie zwangsläufig etwas essen. Bestimmt hin und wieder auch in Gesellschaft der Kollegen, manchmal auch mit dem Chef oder Kunden. Ihre gute Kinderstube wird nirgends so intuitiv bewertet, wie bei einer gemeinsamen Mahlzeit. Automatische knüpfen wir eine Verbindung von den Tischmanieren zu den anderen Werten.

Erinnern Sie sich also daran, was Sie in der Kindheit- wahrscheinlich- gelernt haben: Nicht Schmatzen oder mit vollem Mund reden, die Ellenbogen vom Tisch nehmen und niemanden mit dem Besteck erdolchen …. Ein paar weiter Ideen finden Sie hier.


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